Unser Pizzaanhänger wird Schritt für Schritt zu La Pizza Cantata
Geschrieben von der Redaktion • 30. August 2026
Ein Monat Foodtruck-Umbau:
Unser Pizzaanhänger wird Schritt für Schritt zu La Pizza Cantata
Ein Monat voller Baustellen, Ideen, Pizza und Improvisation
Der Umbau unseres Pizza-Foodtrucks hat von Kauf bis heute ziemlich genau einen Monat gedauert. Und auch wenn noch einige Feinarbeiten auf uns warten, sind wir so weit gekommen, dass wir erstmal sagen können, so kann man sich sehen lassen und auf die Straßen gehen.
Ein Foodtruck-Umbau ist, das war uns bewusst, selten ein Projekt, bei dem alles nach Plan läuft.
Man plant, baut, misst, fährt zum Baumarkt, wartet auf Lieferungen, baut wieder auseinander, weil man etwas vergessen hat – und findet plötzlich ein Problem, mit dem wirklich niemand gerechnet hat. Und natürlich berechnet man im Voraus alles ganz genau, plant Puffer ein etc. Und doch kommt man am Ende teurer raus. Aber, Drops an den Pizzabäcker selber, sehr groß verschätzt haben wir uns eigentlich nicht. Nur die Verteilung der Gelder ist ein bisschen abweichend vom Businessplan.
ABER: Neben dem eigentlichen Umbau unseres Pizzaanhängers gab es noch ein ganz besonderes Side-Project: unser Zugfahrzeug musste repariert werden.
Trotzdem haben wir zwischendurch auch schon Pizza verkauft.
Zwei erfolgreiche Verkaufstage mitten im Umbau
Noch bevor alle Arbeiten am Pizzaanhänger vollständig abgeschlossen waren, konnten wir bereits zwei Verkaufstage in dem Dorf durchführen, in dem wir unseren Umbau gemacht haben.
Der erste Verkaufstag war aufregend. Vieles war neu, einiges mussten wir spontan lösen und natürlich lernt man bei einem echten Verkaufstag noch einmal ganz andere Dinge als während der Planung. Wie fertigt man einen großen Kundenansturm ab, wie macht man die Reihenfolge der Bestellungen für den Pizzabäcker klar ersichtlich und und und.
Beim zweiten Verkauf war dann schon vieles besser organisiert, auch einfach deshalb, weil die Vorbereitung mehr Zeit und Aufmerksamkeit bekommen hat.
An beiden Tagen haben wir jeweils ungefähr 40 Pizzen verkauft – und hätten wahrscheinlich noch deutlich mehr verkaufen können. Es kamen mehr Menschen vorbei, als wir mit unseren vorbereiteten Teilungen versorgen konnten.
Das war für uns natürlich eine unglaublich schöne Erfahrung.
Nach Wochen voller Schrauben, Holz schleifen und sägen, Kabel verlegen, Wasserleitungen installieren, immer neuen Baustellen und einer Gastro-konformen Organisation war es ein tolles Gefühl, zum eigentlichen Geschäft zurückzukehren und wieder vor dem Ofen zu stehen.
Genau, der Ofen ist ja auch neu und musste erstmal ausgekundschaftet werden. Wir haben an diesen Verkaufstagen svhcon gemerkt, wie es ist, Pizza zu backen (in unserem schicken Foodtruck) und Menschen damit satt und zufrieden zu machen.
Das unerwartete Side-Project: Reparatur unseres VW T4
Unser alter VW T4 ist das Zugfahrzeug für unseren Pizzaanhänger. Mittlerweile können wir sagen, er zieht unseren Anhänger zuverlässig und macht seinen Job ganz toll.
Allerdings gab es die Ein UND Andere Baustelle.
Der Kurbelwellensimmerring war undicht und hatte bereits seit längerer Zeit Öl verloren. Dadurch war auch der Zahnriemen ölig geworden – und das ist natürlich etwas, das man nicht einfach ignorieren sollte.
Ein ölverschmierter Zahnriemen kann langfristig zu Problemen führen, und die Vorstellung, dass er irgendwann überspringen könnte, fanden wir eher weniger entspannend.
Außerdem ist er auf unsere ersten Anhängerfahrt wieder in den Notlauf gegangen. Das heißt, der Turbodiesel konnte nicht arbeiten, weil eine Steckerverbindung kaputt war und wir hatten keine Leistung mehr. Diese Fahrt war... nun ja, länger als geplant.
Also: reparieren.
Wenn man schon einmal an dieser Stelle arbeitet, macht man natürlich direkt einige weitere Arbeiten mit. Wie zum Beispiel die Wasserpumpe erneuern.
Wenn das Spezialwerkzeug fehlt, wird eben improvisiert
Leider hatten wir für diese Arbeiten nicht jedes benötigte Spezialwerkzeug. Wir sind ja keine geübte KFZ-Werkstatt.
Zum Beispiel fehlte uns ein passender Gegenhalter für den Schwingungsdämpfer da sitzt DIE Zentralschraube am Motor. Und ratet mal, mit wieviel Newtonmetern die festgezogen werden muss... genau, so viel, dass da kein hausübliches Material funktioniert. Das musste schon Massivstahl sein.
Also mussten wir improvisieren.
Glücklicherweise haben wir mit vier Köpfen eine hervorragende Lösung entwickelt. Einen eigenen Gegenhalter bauen und schweißen.
Manchmal muss man eben mit dem arbeiten, was man hat. Und kreativ sein :D
Nicht aufgeben und kreative Lösungen finden – das ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Fähigkeiten bei solchen Projekten.
Und plötzlich ist der Halter der Einspritzpumpe gebrochen
Zwischen dem ganzen Hin und Her, dem erneuten Auseinanderbauen und Zusammenbauen, dem Einstellen auf OT und dem Kontrollieren verschiedenster Teile ist uns dann, ALS ALLES QUASI ZUSAMMENGEBAUT WAR, noch etwas aufgefallen.
Oh No!
Der Halter der Einspritzpumpe war gebrochen.
Wie das passiert ist, ist uns immer noch ein Rätsel. (Genauso übrigens, wie das Stück Brot, was gut durchgerostet im Motorrad gechillt hat).
Der Halter besteht eigentlich aus sehr stabilem Material und hält einen wichtigen Bereich rund um die Einspritzpumpe. Die Dieseleinspritzleiungen, die daran verbaut sind, dürfen eigentlich nicht unbedingt starker Vibration ausgesetzt sein, denn die reißen ganz gerne mal.
Wie genau jetzt der Halter gebrochen ist, wie lange das schon so ist, können wir bis heute nicht sicher sagen.
Zusätzlich wurde der Halter offenbar nicht mehr vollständig durch alle vorgesehenen Schrauben gehalten.
Einige Schrauben waren schlicht nicht vorhanden beziehungsweise nicht mehr dort, wo sie eigentlich sein sollten.
Das war also unser ungeplantes Side-Project während des Foodtruck-Umbaus.
Denn natürlich: Ein Pizzaanhänger bringt uns nur dann zu unseren Veranstaltungen und Verkaufstagen, wenn auch das Zugfahrzeug zuverlässig funktioniert.