Ein Monat Foodtruck-Umbau // Teil 3:
Unser Pizzaanhänger wird Schritt für Schritt zu La Pizza Cantata
Geschrieben von der Redaktion • 30. August 2026
Ein Monat Foodtruck-Umbau // Teil 3:
Das Wassersystem im Pizzaanhänger
Neben der Rahmenkonstruktion und der Elektrik, mussten wir uns Gedanken über das Wassersystem machen.
Aktuell arbeiten wir mit zwei Frischwassertanks und einem großen Abwasserkanister.
Langfristig möchten wir unseren Pizzaanhänger gerne mit einem Festwasseranschluss ausstatten.
Im Moment funktioniert unser aktuelles System allerdings sehr gut.
Deshalb sparen wir uns die zusätzlichen Kosten und den Aufwand für den Festwasseranschluss erstmal noch auf.
Für unseren aktuellen Einsatz ist die Lösung völlig ausreichend und es ist ja auch gar nicht gesagt, dass wir immer überall überhaupt Festwasser anschließen können und so sind wir autark.
Zwei Gozney Dome S1 Öfen und die Herausforderung mit den Schornsteinen
Ein wichtiger Bestandteil unseres Pizzaanhängers sind natürlich unsere beiden Gozney Dome S1 Pizzaöfen. Die sind So. Ultra. Schick. Leute!!
Für die Öfen mussten wir zwei Dachdurchführungen bauen und die beiden Schornsteine entsprechend verlängern. Einfach so ins Dach sägen... gruselig.
Das Ganze klingt zunächst einfacher, als es tatsächlich war.
Da Gozney ein englischer Hersteller ist, war es nicht ganz unkompliziert, die richtigen Maße und passenden Produkte für unser Vorhaben zusammenzustellen.
Wir wollten mit doppelwandigen Rohren arbeiten, um einen möglichst guten Hitzeschutz zu gewährleisten. Schließlich arbeiten wir in unserem Foodtruck mit hohen Temperaturen – und Sicherheit hat für uns absolute Priorität. Dementsprechend haben wir auch hinter den Öfen mit einer Hitzeschutzdämmung gearbeitet.
Ein neuer Boden für unseren Pizzaanhänger
Eine weitere Baustelle war der Boden im zeitlichen Verlauf der Kühlschrankinstallation...
Dieser war leider eingerissen und musste dann erneuert werden.
Im ersten Moment bedeutete das natürlich wieder zusätzliche Arbeit. Und zusätzliche Kosten.
Im Nachhinein war es aber wahrscheinlich sogar eine gute Sache. Der alte Boden war bereits stark genutzt und entsprechend verschmutzt. Mit dem neuen Boden wirkt der Innenraum jetzt deutlich sauberer und gepflegter.
Gerade in der mobilen Gastronomie ist das natürlich wichtig.
Wir möchten, dass unser Pizzaanhänger neben einem Funktionalen auch einen guten und professionellen Eindruck macht.
Wohin mit Knetmaschine, Backutensilien und dem ganzen Rest?
Ein Foodtruck-Umbau besteht nicht nur aus großen Baustellen.
Die ganzen kleinen Entscheidungen, die Recherche ob alles Gastronomiegerecht ist, ob die Maße stimmen, das ist das, was besonders viel Zeit kostet.
Auch andere Überlegungen spielen eine Rolle. Wie zum Beispiel:
Wo bewahren wir unsere Backutensilien auf?
Wie organisieren wir Arbeitsabläufe möglichst effizient?
Wo findet unsere FaMaG HHIM20 Knetmaschine ihren Platz?
Wer die Maschine kennt, weiß: Sie ist alles andere als klein.
Und natürlich mussten wir auch die passende Lackfarbe für den Gastrobereich auswählen.
Denn unser Pizzaanhänger soll nicht nur gut aussehen, sondern natürlich auch den Anforderungen entsprechen, die für einen gastronomischen Betrieb wichtig sind.
Zwischen Foodtruck-Umbau, Buchhaltung und Social Media
Natürlich bestand unser Monat nicht ausschließlich aus Schrauben, Sägen und Umbauen.
Denn La Pizza Cantata läuft ja trotzdem weiter und soll bekannt werden!
Zwischendurch mussten wir uns weiterhin um Buchhaltung kümmern, unsere Social-Media-Kanäle pflegen und mit möglichen Geschäftspartner*innen kommunizieren.
Und dann gibt es natürlich auch noch die Arbeit außerhalb unseres Pizzabusiness. Wir machen das Pizza-Business ja nur on top zum Studieren und Arbeiten.
Es ist manchmal gar nicht so einfach, all diese Dinge gleichzeitig unter einen Hut zu bekommen.
Aber jede leckere Pizza ist es so was von wert!
Ein Monat später: Noch nicht fertig, aber unglaublich weit gekommen
Nach ziemlich genau einem Monat können wir sagen: Der Umbau ist noch nicht zu 100 Prozent abgeschlossen.
Es gibt weiterhin kleine Dinge, die verbessert werden müssen.
Und wahrscheinlich werden uns auch in Zukunft immer wieder neue Ideen einfallen und Details im laufenden Betrieb auffallen, die noch verändert werden müssen.
ABER
wenn wir uns anschauen, wo wir vor einem Monat standen und was inzwischen entstanden ist, sind wir unfassbar stolz.
Wir haben eine Idee einfach mal umgesetzt. Einfach mal Geld in die Hand genommen und die Semesterferien aufgewendet.
Wir haben einen Pizzaanhänger Schritt für Schritt an unsere Bedürfnisse angepasst.
Wir haben einfach mit die besten Pizza-Öfen die man so haben kann...!
Und das Wichtigste: Wir hatten Spaß
Bei all dem Stress darf eines natürlich nicht verloren gehen: der Spaß.
Wir sind zwischendurch auch mal abends ausgegangen, haben Ausflüge mit unseren Simpsons gemacht, waren spazieren, haben Geburtstage gefeiert, waren auf einem Nina Chuba Konzert, haben andere Pizzen ausgetestet, haben gekocht und gebacken und Schmunzel-Krimis geschaut.
Ja, manchmal ist so ein Projekt anstrengend und das merkt man eventuell auch erst dann, wenn die Anspannung und der Stress vorbei ist. Und manchmal dauert es dann auch ein kleines Weilchen, bis man sich vollständig reloadet hat.
Manchmal fehlt ein Teil, oder man wartet auf eine Lieferung oder man muss etwas zum dritten Mal auseinanderbauen.
Aber am Ende steht da einfach ein sehr schöner Pizza-Foodtruck und die Möglichkeit Menschen mit leckerer Pizza zu versorgen.
Es ist nicht nur das Materielle, vor allem ist es auch das Gefühl der Selbstwirksamkeit, die man hier ganz deutlich spürt und sieht. Verantwortung die man zwangsläufig tragen muss und so Vieles, was man neu gelernt hat im Rahmen dieses Umbaus...
Wir können es kaum erwarten, mit unserem Pizzaanhänger noch viele weitere Menschen mit Pizza zu versorgen.